Ob in der Industrie, im Gesundheitswesen oder im privaten Alltag – Atemschutzmasken sind aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Sie schützen vor Staub, Schadstoffen, Krankheitserregern und anderen luftgetragenen Gefahren. Doch welche Maskentypen gibt es überhaupt – und wofür ist welche geeignet?
In diesem Artikel erklären wir in fünf einfachen Schritten, welche Arten von Atemschutzmasken existieren und worauf man bei der Auswahl achten sollte.
Schritt 1: Verstehen, wovor Atemschutzmasken schützen
Atemschutzmasken dienen dem Schutz vor:
- Partikeln (Staub, Rauch, Pollen, Aerosole)
- Gasen und Dämpfen (z. B. Lösungsmittel, Ammoniak)
- Biologischen Erregern (z. B. Viren, Bakterien, Pilzsporen)
Nicht jede Maske schützt vor allem – daher ist es wichtig, den genauen Einsatzzweck zu kennen.
Schritt 2: Maskentypen nach Schutzfunktion unterscheiden
Es gibt zwei Hauptkategorien von Atemschutzmasken:
✅ 1. Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP-Masken)
Diese Masken werden nach der Norm EN 149 klassifiziert und unterteilen sich in:
- FFP1: mind. 80 % Filterleistung – Schutz vor ungiftigem Staub
- FFP2: mind. 94 % Filterleistung – Schutz vor gesundheitsschädlichen Partikeln und Viren
- FFP3: mind. 99 % Filterleistung – Schutz vor giftigen Partikeln, Bakterien und Viren
FFP-Masken sind nicht wiederverwendbar, es sei denn, sie sind mit „R“ gekennzeichnet.
✅ 2. Masken gegen Gase und Dämpfe
Diese werden nach EN 140 (Halbmasken) oder EN 136 (Vollmasken) zertifiziert und sind mit auswechselbaren Filtern ausgestattet. Sie kommen vor allem in der chemischen Industrie oder im Labor zum Einsatz. Auf der Website von KERA Arbeitsschutz können Sie Atemschutzmaske kaufen – ideal für Arbeitsschutz, Alltag und medizinische Bereiche. Hier entdecken.
Schritt 3: Medizinische vs. nicht-medizinische Masken erkennen
🏥 Medizinische Masken (OP-Masken nach EN 14683)
- Dreilagig, leicht und günstig
- Schützen andere vor Tröpfchen des Trägers
- Kein zuverlässiger Eigenschutz bei Aerosolen
😷 Community-Masken (Alltagsmasken aus Stoff)
- Nicht zertifiziert
- Bieten begrenzten Schutz
- Eher symbolischer Beitrag zur Infektionsvermeidung im Alltag
Schritt 4: Die passende Maske für den jeweiligen Einsatz wählen
| Einsatzbereich | Empfohlene Maske |
| Einkaufen / ÖPNV | FFP2 oder medizinische Maske |
| Krankenhaus / Pflegeheim | FFP2 oder FFP3 ohne Ventil |
| Bauarbeiten (z. B. Schleifen) | FFP2 oder FFP3 |
| Lackieren / Chemikalien | Maske mit Gas-/Dampffilter |
| Gartenarbeit (z. B. Pollen) | FFP1 oder Stoffmaske |
Tipp: Masken mit Ventil erleichtern das Atmen, sind aber nicht für Infektionsschutz geeignet, da die Ausatemluft ungefiltert bleibt.
Schritt 5: Qualität erkennen und richtig anwenden
Beim Kauf und Einsatz ist Folgendes zu beachten:
- Achten Sie auf CE-Kennzeichnung und Normangaben (z. B. EN 149:2001+A1:2009 bei FFP)
- Masken müssen eng anliegen, um wirksam zu sein
- Nach dem Tragen Maske sorgfältig entsorgen oder reinigen
- Wiederverwendbare Modelle regelmäßig desinfizieren und Filter wechseln
Atemschutz ist nicht gleich Atemschutz
Je nach Einsatzbereich sind unterschiedliche Atemschutzmasken erforderlich. Während eine einfache OP-Maske im Alltag ausreichen kann, ist in der Industrie oder im Gesundheitswesen ein höherer Schutz notwendig – etwa durch FFP2-, FFP3- oder Spezialfiltermasken.
Wer die verschiedenen Maskenarten kennt und gezielt einsetzt, sorgt für bestmöglichen Schutz – für sich selbst und andere.
